CDU-HeiFisch positioniert sich gegen Forensik

Am Donnerstag, 26. März, traf sich der Vorstand der CDU Heidhausen-Fischlaken mit Mitgliedern des Vorstands der Bürgerinitiative Barkhovenallee. An der Sitzung nahmen auch die Ratsleute Ulrich Beul, Plarent Kazani und die Bezirksvertreter Stephan Sülzer und Maxim Blaurock teil.

Die Vorsitzenden der Bürgerinitiative, Karsten Beckmann und Christina Dibolik, berichteten von der Mitgliederversammlung der Initiative, die tags zuvor stattfand. Auch blickten sie auf die aktuellen Entwicklungen rund um die Planungen der Initiative.

Der Vorsitzende der CDU Heidhausen-Fischlaken, Ratsherr Yannick Lubisch, fand klare Worte: „Wir sind nachdrücklich verärgert über das Verhalten des zuständigen Ministeriums. Ohne eine einzige standortspezifizische Begutachtung teilt das Ministerium mit, diesen Standort durchsetzen zu wollen. Kein Blick auf Umwelt und Natur, kein Blick auf die ohnehin schon angespannte Verkehrssituation in Werden und Heidhausen – und auch keine Analyse der erforderlichen Sicherheitsinfrastruktur. So kann man aus unserer Sicht nicht mit den Sorgen der Bürger umgehen.“

Bezirksvertreter und Vorsitzender der dortigen CDU-Fraktion Stephan Sülzer äußerte seine Enttäuschung über die bisherige Kommunikation: „Über Jahre hinweg hat man die Örtlichkeit in dem Glauben gelassen, die Planungen für die Forensik würde sich auf die alte Bestandsfläche der Psychiatrie fokussieren. Die tatsächlichen Planungen erfassen aber die großen Felder um diese Fläche herum, es wächst ein an ein Gefängnis erinnernder Bau direkt an die Wohnbebauung. Die Menschen – und das ist der Unterschied zur Forensik in Bedburg-Hau, die zunächst fernab von städtischer Bebauung errichtet wurde – haben eben keine Wahl, ob sie in die Nähe einer solchen Einrichtung ziehen.“

Dem fügt Maxim Blaurock, ebenfalls Bezirksvertreter, hinzu: „Wir dürfen die Leute nicht im Regen stehen lassen. Marode Brücken sowie marode Straßen bringen die zur Verfügung stehende Infrastruktur schon heute an ihre Grenzen. Ein deutliches Mehr an Fahrzeugen kann nicht im Interesse der Menschen vor Ort sein.“

Lubisch weiter: „Die Stadt hat inzwischen festgestellt, dass kein rechtskräftiger Bebauungsplan für die Fläche existiert. Ich fürchte, dass auch dies die Verantwortungsträger nicht von ihren Plänen abhalten wird. Denn offenbar gab es noch nicht einmal eine Betrachtung alternativer Flächen. Eine Entscheidung dieser Tragweite ohne transparente Prüfung alternativer Flächen und auch der Fläche bei uns in Heidhausen ist nicht akzeptabel – wir erwarten hier ein Umdenken der Verantwortlichen.“