Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,
vielen Dank für die sachliche und geduldige Diskussion. Es war mir wichtig, zuzuhören und mir ein eigenes Bild zu machen.
Sehr früh wurde eines deutlich:
Die zentralen Zweifel konnten nicht ausgeräumt werden. Im Gegenteil.
Bis heute liegt kein einziges standortspezifisches Gutachten vor, das eine fundierte Bewertung erlaubt – weder zu Umwelt und Natur, noch zu Verkehr, noch zu Sicherheitsfragen. Genau diese Prüfungen wären aber Voraussetzung für eine verantwortungsvolle Standortentscheidung.
Ich sage offen: Ich lehne diese Standortwahl ab.
Ich kann mir derzeit kaum vorstellen, dass Gutachten am Ende eindeutig positiv für diesen Standort ausfallen werden. Dafür ist die Lage zu sensibel, die Wohnnähe zu groß und das Umfeld zu schützenswert.
Die Stadt hat zugesagt, den Standort nun sorgfältig zu prüfen. Daran nehmen wir sie beim Wort.
Diese Prüfung muss vollständig, ergebnisoffen und fachlich belastbar erfolgen.
Dabei erwarten wir volle Transparenz:
alle Gutachten,
alle Annahmen,
alle Bewertungen – nachvollziehbar und öffentlich zugänglich. Und zwar nicht erst am Ende des Prozesses.
Sobald diese Prüfungen vorliegen, ist klar: Der Planungsbeirat muss zeitnah erneut zu einer Bürgerversammlung einladen, damit die Ergebnisse gemeinsam diskutiert werden können – sachlich, offen und auf Augenhöhe.
Wir bleiben gemeinsam an dem Thema dran. Unsere Sorgen und Nöte werden wir weiterhin vortragen. Im Rathaus, im Planungsbeirat, beim Land und beim LVR.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Yannick Lubisch
Ratsherr der Stadt Essen, Wahlbezirk 28
